Am 4. November 2021, ging ein Wohnmobil in Flammen auf. Wenige Stunden später explodierte eine Wohnung in der Zwickauer Frühlingsstraße. Erst aufgrund der sogenannten Selbstenttarnung des NSU konnte die Aufarbeitung der rechtsterroristischen Mordserie beginnen. Wie steht es heute um die juristische, politische und (zivil-)gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem NSU-Komplex?
15 Jahre lang haben sich Betroffene und Engagierte für eine breite Aufarbeitung des NSU-Komplexes eingesetzt. Doch noch immer zeigt sich, wie umkämpft Erinnerung ist. Zivilgesellschaftliche Initiativen arbeiten für eine opferzentrierte Gedenkkultur – trotz prekärer Bedingungen und rechter Anfeindungen. Was wurde bisher erreicht? Wie kann das Gedenken auch in Zukunft Handlungskraft entfalten?
Es diskutieren Katja Meier (Bündnis 90/ Die Grünen), Dr. Piotr Kocyba (Else Frenkel Brunswik Institut für Demokratieforschung in Sachsen, Uni Leipzig), der Journalist Christian Gesellmann sowie eine Angehörige der vom NSU Ermordeten und Akteur:innen der Zwickauer Zivilgesellschaft. Moderiert wird das Gespräch von der Journalistin Manuela Müller (Freie Presse).
Eine Veranstaltung des Else-Frenkel-Brunswik-Instituts für Demokratieforschung in Sachsen an der Universität Leipzig in Kooperation mit dem Bündnis "Kein Schlussstrich!" Zwickau und den Novembertagen Zwickau.