Faust ist sehr krank. Sein Körper ist schwach. Er ist fast tot. Er wacht in einem Krankenhaus auf. Das Licht im Zimmer ist grell. Alles fühlt sich seltsam an.
Faust fragt sich: War das ein Traum?
Hat Mephisto wirklich neben ihm im Bett gesessen? Mephisto spricht über schwere Dinge aus dem Leben.
Zwei jüngere Männer stehen im Raum.
Sind das echte Pfleger? Oder Ärzte?
Oder sind sie nur in Fausts Kopf?
Sind sie Fausts Erinnerungen?
Die Regisseurin Nora Bussenius zeigt eine Geschichte zwischen zwei Zuständen:
– zwischen Schlaf und Wachsein
– zwischen Traum und Wirklichkeit
Faust ist müde und fühlt sich verloren.
Das Bühnenbild ist weiß und sauber.
So sieht ein Krankenhaus oft aus.
Hier ist nichts gemütlich.
Menschen, die im Krankenhaus sind, wissen nicht immer genau, was echt ist.
Faust liegt im Bett.
Er denkt an seine Vergangenheit.
Er denkt an das Personal im Zimmer.
Er kann sich nicht richtig entscheiden, was wahr ist.
In der Inszenierung geht es um eine alte Version von Goethes Faust.
Die Sprache im Stück ist klar und direkt.
In dieser Version geht es nicht um einen Vertrag mit dem Teufel.
Es geht um die Beziehung zwischen Faust und Gretchen.
Gretchen ist sehr jung.
Sie liebt Faust. Sie leidet sehr.
Sie muss schwere Dinge erleben.
Am Ende stirbt ihr Kind.
Man weiß nicht genau, ob sie es selbst getan hat.
Gretchen ist nicht nur eine Figur in einer Geschichte.
Sie ist eine junge Frau mit eigenen Gefühlen.