Lesung zum Holocaust Gedenktag

Fr
27
Jan
Fr 27 Jan | 18:00 Uhr
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Zwickau
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Fr 27 Jan | 19:30 Uhr
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Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz von sowjetischen Truppen befreit. Im November 2005 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen diesen Tag zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus. Anlässlich dieses Tages lesen die Sparten Schauspiel und JUPZ! in Plauen und Zwickau aus zwei für das Gedenken bedeutenden Texten:

Das Schauspiel des Theaters will mit einer facettenreichen Lesung von Holger Schobers Auschwitz, Meine Liebe zum Gedenken beitragen und lädt ins Löwel-Foyer.

Schober hat in seinem poetischen Monolog die Erinnerungen von Holocaust-Überlebenden wie Jehuda Bacon, Marko Feingold, Esther Bejarano und vielen weiteren in der fiktiven Figur Salomon zusammengeführt.
Salomon, das ist ein ehemaliger Auschwitz-Häftling, der an einem Tag, der vielleicht sein Geburtstag ist, sein Leben Revue passieren lässt. Er erzählt uns von seiner Zeit im Konzentrationslager und der Schwierigkeit, über das Erlebte zu sprechen. Er spricht von Hass, von Liebe und Versöhnung. Er spricht vom Leid, aber auch vom Humor in Extremsituationen, denn ohne Lachen, sagt Salomon, gibt es kein Leben.

Aufführungsrechte Rowohlt Theater Verlag, Hamburg
Eintritt frei

Das JUPZ! wird Auszüge aus dem Roman Die größere Hoffnung von Ilse Aichinger lesen, der einen Blick auf das Schicksal junger Menschen während der Schreckensherrschaft des Nationalsozialismus wirft. Die Lesung findet auf dem Theatervorplatz des Gewandhauses in Zwickau statt.

Ilse Aichingers 1948 erstmals erschienener Roman über rassisch verfolgte Kinder während der Hitlerzeit erzählt in verfremdenden Bildern von der Angst, von der Bedrohung und der widerständigen Hoffnung der "Kinder mit den falschen Großeltern". Diese Kinder, die nach den 'Nürnberger Gesetzen' als jüdisch oder – wie die Hauptfigur Ellen – als halbjüdisch gelten, leiden unter Isolation, Demütigung und Verhöhnung. Aber nachdem ihre Hoffnung auf Auswanderung zunichte geworden ist, erwächst ihnen eine ganz andere, die »größere Hoffnung«. Dazu gehört die Gewissheit, "daß irgendwann der Abschied endet und das Wiedersehen beginnt", und dazu gehört auch, dass Liebe und Leiden eins werden: "Peitscht uns, tötet uns, trampelt uns nieder, einholen könnt ihr uns erst dort, wo ihr lieben oder geliebt werden wollt." Diese Hoffnung haben die Opfer ihren Mördern voraus.

Mit freundlicher Genehmigung des S. Fischer Verlags, Frankfurt am Main.



 

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