Er wollte das Böse besiegen — und wurde selbst zu seinem gefährlichsten Gesicht. Im Zentrum des Musicals steht der Arzt Henry Jekyll, der eine gewagte Theorie verfolgt: Lassen sich Gut und Böse im Menschen voneinander trennen? Als die Klinikleitung ihm untersagt, seine Methode an einem Patienten zu erproben, entscheidet sich Jekyll für den Selbstversuch — mit Folgen, die er nicht kontrollieren kann. Aus dem Experiment entsteht ein zweites, unkontrollierbares Selbst: das skrupellose Alter Ego Edward Hyde, der schon bald über Jekyll die Herrschaft übernimmt. In seiner Begegnung mit der Prostituierten Lucy zeigt sich, wie tief der Riss durch Jekylls Persönlichkeit inzwischen reicht — und wer von beiden am Ende die Oberhand behält, ist längst nicht mehr Jekylls Entscheidung.
Musikalisch pendelt der Abend zwischen kraftvollen Rocknummern und gefühlvollen Balladen wie „This Is the Moment" und „Once Upon a Dream" — Frank Wildhorns Musik, die dem Plauener und Zwickauer Publikum bereits aus „Artus – Excalibur" und „Der Graf von Monte Christo" bekannt ist. Über 1.500 Vorstellungen am Broadway und Produktionen auf zahlreichen deutschsprachigen Bühnen haben „Jekyll & Hyde" zu einem der meistgespielten Musicals unserer Zeit gemacht.